Die pädagogische Arbeit ruht auf den Sichtweisen des systemischen Ansatzes. Pädagogisches Handeln geht davon aus, dass die Mitglieder eines familialen Systems aufgrund ihrer bisherigen Sozialisation bestehende Handlungsmuster verinnerlicht haben. Diese ergeben für sie Sinn, da sie in den Beziehungen zu den für sie relevanten Personen eine funktionale Wechselwirkung erfüllen. Es wird angenommen, dass es sich in den meisten Fällen um nachvollziehbare Sozialtechniken handelt, die einerseits auf die Alltagsbewältigung ausgerichtet sind, andererseits als destruktive Verhaltensweisen Schutzfunktionen darstellen.
Besondere Bedeutung kommt der konfrontativen Pädagogik zu:
Hierbei werden aktuelle Dynamiken die mit dem Gewaltvorwurf in Verbindung stehen reflektiert und auf Muster analyisert. In vielen Kontexten ist es notwendig die Historie der Dynamik zu betrachten und auf innere Glaubenssätze und innere Anteile die in der Vergangenheit gebildet wurden zu prüfen und im aktuellen Kontext auf passgenauigkeit geprüft. Damit eine Lösungserfahrung mit dem Familiensystem geleistet werden kann ist es notwendig das gesamte Familiensystem mit einzubeziehen und alte Muster zu unterbinden.
Durchgehender Anspruch ist die Transparenz der Arbeit für die Klienten durch nachvollziehbares Handeln auf den Grundpfeilern pädagogischer Qualitätskriterien. Diese sind berufliche Qualifikation, methodisches Handeln und Ausrichtung der Arbeit an den im Hilfeplan vereinbarten Zielen.